„Geht’s den Eltern gut, geht’s den Kindern gut“

 

…  wer kennt ihn nicht, diesen schon ein wenig abgelutschten Spruch, der schon mal zu genervtem Augenrollen animiert.

Doch, was steckt dahinter?

Die Stressforschung erklärt warum wir unter Stress nicht zielorientiert denken können: Hirnregionen die beim ergebnisorientierten Denken aktiv sind, werden durch Stresshormone Noradrenalin und Cortisol blockiert. An sich eine clevere Erfindung, war der Auslöser für Stress früher meist der Fressfeind: Der bedrohliche Säbelzahntiger vor dem Höhleneingang. Da war langes analytisches Denken eher überlebens-verhindernda als nützlich.

Stattdessen war eine schnelle, körperliche Reaktion unter Umständen lebensrettend:

fight-flight-freeze

Abhauen oder Keule schwingen oder erstarren

 

Darum tut uns bei Stress Bewegung gut, das wissen Kinder übrigens intuitiv, zu erkennen wenn sie wie Rumpelstilzchen durchs Haus fegen, bei überwältigenden Gefühlen.
Und darum bleibt uns in der Wut die Sprache weg, sagen wir Dinge die wir niiiemals sagen wollten „Huch, ich klinge ja wie meine Mutter-Sätze“ und dergleichen …

Was bleibt, ist häufig ein schlechtes Gewissen, das uns schließlich dazu animiert noch mehr unsere Grenzen überschreiten zu lassen. Wir sagen aus diesem schlechten Gewissen heraus „Ja“, wenn wir eigentlich „Nein“ meinen. Dass (wenn auch mit unserer Erlaubnis) nun unsere Grenzen  überschritten werden, stresst uns, wir schütten erneut einen Stresshormon-Cocktail aus, unser präfrontale Cortex wird davon außer Gefecht gesetzt, situations-angemessene Handlungssteuerung und Regulation emotionaler Prozesse ist so nicht mehr möglich, wir bekommen ein schlechtes Gewissen, wahren unsere Grenzen nicht mehr, das stresst uns, wir verlieren die Fassung, haben ein schlechtes Gewissen, … und befinden uns im Würgegriff des alltäglichen Erziehungswahnsinns.

Diesen Prozess zu erkennen ist schon der erste Schritt.

Der zweite Schritt nennt sich Selbstfürsorge.

 

Zum Beitrag „Hektik lässt nicht reifen“

 

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Wir habe oft schon vorgeburtlich ein Bild von unserem Kind, eine Vorstellung, wie es sein wird. Manchmal sogar schon…

Gepostet von Blickpunkt Erziehung am Sonntag, 3. Juni 2018

 

Erziehungsalltag 😉

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