Im Blickpunkt Erziehung stehen Impulse, die dazu einladen in einer reizüberfluteten, leistungsorientierten Welt

der Beziehungslosigkeit und Unverbindlichkeit entgegenzuwirken und einen

in dem die kindliche Entwicklung ungestört erfolgen kann. Als erwachsene Bezugsperson, Fels in der Brandung zu sein,

und damit Führung zu übernehmen ohne zu begrenzen.

Es ist mir eine Herzensangelegenheit etwas mehr Leichtigkeit und Freude in den pädagogischen Alltag zu tragen. Gut informiert und mit einem Lächeln im Gesicht lässt sich so manche Herausforderung mit Gelassenheit meistern – wovon sowohl Erwachsene als auch Kinder profitieren. Was mich immer wieder aufs Neue begeistert: Oft ist es nur ein  kleiner Perspektivenwechsel, der uns völlig neue Welten eröffnet.

Für Eltern, an Erziehung Interessierte und pädagogisches Fachpersonal biete ich Vorträge, Seminare und Workshops an. Erfahren Sie mehr über mich, meine Angebote, und meine Veranstaltungen.

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Gepostet von Blickpunkt Erziehung am Mittwoch, 6. Februar 2019

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Gepostet von Blickpunkt Erziehung am Dienstag, 24. April 2018

Zur freien Entnahme, für alle deren Nerven zur Zeit etwas blank liegen 😀 Kann auch gerne geteilt werden, es ist genug…

Gepostet von Blickpunkt Erziehung am Mittwoch, 25. April 2018

Über Blickpunkt Erziehung

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4 Gedanken zu „Über Blickpunkt Erziehung

  1. Hallo, hier wird zu viel zerredet, es sind Beispiele notwendig. Der kleine X, 9 Monate, krabbelt und will das Stromkabel und die Steckdosen erobern. Anfänglich reagiert er auf das strenge „Nein“ der Mutter, da es aber keine weiteren Folgen hat, überhört er das „Nein“ geflissentlich! Was kann Mutter tun??

    1. Hallo Elke. Dieser Blog heißt ganz bewusst „Blickpunkt Erziehung“ und nicht „Gebrauchsanleitung fürs Kind“. Der Name ist hier Programm, es geht nicht um Anweisungen oder RatSCHLÄGE sondern um Impulse einer gewaltfreien und zugleich nicht führungslosen pädagogischen Haltung. Ein Balanceakt. Zudem geht es hier auch um das Ausprobieren verschiedener Blickpunkte. Wie sieht eine Situation aus der Perspektive der Eltern oder PädagogInnen aus? Welche wissenschaftliche Sicht lässt sich dazu einbringen und – ganz wichtig – wie sieht das Ganze denn aus Kinderaugen aus?
      Du forderst eine Beratung, einen schnellen Erziehungstipp to go, den du hier nicht bekommen wirst. Aber was ich dir anbieten möchte, ist selbst einmal dein Anliegen – auch aus Kinderaugen – zu betrachten. Aber: Das geht nicht zack, zack. Dazu nehmen wir uns Zeit.

      Ich bin auch als Elterntrainerin nach dem Konzept Family Support tätig und dort lernen die TeilnehmerInnen in einem mehrwöchigen Kurs, wie sie kindlichem Verhalten, das für sie / für andere und/oder fürs Kind selbst zum Problem wird, begegnen können. Dies in drei Sätzen zusammenfassen kann der Thematik nicht gerecht werden, aber der erste Schritt, (auf den kommen wir am Ende meiner Antwort zurück) ist schon einmal das Verhalten zu differenzieren*. Ist es ein schweres (Problem-)Verhalten (wird also jemand verletzt, dauert das Verhalten schon lange und in mehreren Settings an und verstärkt sich womöglich sogar, oder ist es mir auch schwer erträglich weil es über meine eigenen Grenzen geht?) dann muss ich über kindgerechte Kommunikation und evtl. auch (nicht strafenden, logischen oder natürlichen, angemessenen, liebevollen und nachvollziehbaren) Verhaltensfolgen mein Kind in eine andere Richtung begleiten. Oder aber ist es „nur“ ein Verhalten, das mich jetzt mal nervt und das ich gerne anders hätte, das aber womöglich nur durch meine Aufmerksamkeit seine Energie bezieht? Dann sollte ich ihm (dem Verhalten – nicht dem Kind) einfach mal eine Zeit lang keine BeACHTUNG zukommen lassen, dafür meinem Kind – in allem was scheinbar selbstverständlich gut läuft und wo ich sein Bemühen erkennen kann – eine Extraportion wohlwollender BeACHTUNG schenken. Eines meiner Lieblingszitate von Hilde Domin lautet „Weil du mich ansiehst, genieße ich Ansehen“. Zeigen wir unseren Kindern, dass wir sie sehen – nicht nur in den nervigen Momenten. Aufmerksamkeit ist wie Dünger, worauf wir unseren Fokus legen, das stärken wir.
      Zu deinem konkreten Fall: Der kleine X ist mit 9 Monaten ein wirklich sehr kleiner X. Er ist ein wunderbarer X, denn er erobert schon die Welt und würde er dabei Stromkabel und Steckdosen übersehen, wäre das ganz und gar verwunderlich. Dass er auf das strenge „Nein“ der Mutter noch nicht reagiert – da, wie gut angemerkt, keine „Folgen folgen“, ist auch ein ganz normales und nachvollziehbares Verhalten eines kleinen Menschleins. Andernfalls wäre da ja Angst vor etwas im Spiel, Mama ist aber keine Bedrohung – und das ist wunderbar so – woher sollte er nun also die Motivation nehmen, seinen Erkundungsdrang einzustellen?
      Was also tun?
      • Eine natürliche Folge wäre der Stromschlag, klein X würde nie mehr in die Nähe kommen, sofern es ihm überhaupt noch möglich wäre.
      • Eine logische Folge (die ein Erwachsenen dazwischenschiebt) wäre zum Beispiel eine Strafe – körperliche Gewalt, Isolation alleine im Zimmer, etc. Klein X würde dann aus Angst nicht mehr zur Steckdose krabbeln, aber nicht aus Angst vor der Steckdose, sondern aus Angst vor der Mutter und ihrer Reaktion. Also auch keine gute Lösung.
      • Eine logische Folge wäre aber auch, wenn zum Beispiel Mama klein X immer wieder bestimmt aber liebevoll aus der Situation raus nimmt. Wahrscheinlich würde klein X protestieren, sicher würde er deshalb nicht auf Zuruf die Steckdosen auf seiner Erkundungstour aussparen. Zumindest nicht sofort.
      • Jetzt könnten wir unserem kleinen X die ganze Sache erklären, da ist Strom – der ist gefährlich, das tut weh, etc. und zwar nicht nur mit Worten, sondern allem was uns zur Kommunikation zur Verfügung steht (Mimik, Gestik, Stimme, etc). Das ist ein erster Schritt dorthin, dass klein X irgendwann einmal seine Verantwortung, nämlich sich zu schützen, erkennt. Allerdings wird es noch viele, viele solche Erklärungen brauchen (die nicht schaden, aber von denen wir keine spontane Einsicht erwarten dürfen) bis klein X kognitiv überhaupt ansatzweise in der Lage ist, die Gefahr zu begreifen (da er sie eben nicht beGREIFEN darf, sondern nur von uns in sprachlicher Form vermittelt bekommt. Er müsste sich zu unseren Worten schon Bilder und Vorstellungen machen können. Geht es um einen Kaktus, an dem ein Kind sich piekst, wird die Gefahr wesentlich schneller beGRIFFEN).
      Nach Piaget können frühestens ab 1,5 bis 2 Jahren Handlungen innerlich vollzogen werden. Erst dann sind innere Abbilder möglich, erst dann kann ein Kind mit einem Objekt in seiner Vorstellung umgehen – vorher ist nur das Realität, was es real vor Augen hat. Auch die Forschungen zum Konzept der Mentalisierung bewegen sich ungefähr in diesem Zeitraum (übrigens ein möglicher Erklärungsansatz warum in diesem Alter oft das Schlafengehen wieder zum Problem wird, denn es lauern überall Monster: Vorstellungen sind jetzt möglich – aber das Erkennen, dass das nur eine Vorstellung und keine Realität ist, muss sich erst entwickeln / nennt sich übrigens „Äquivalenzmodus“, mehr darüber erfährst du in meinem Beitrag „Wenn plötzlich Monster unterm Kinderbett wohnen“auf meinefamilie.at
      Klein X ist also mit seinen 9 Monaten noch weit entfernt davon, kognitiv mit einer von uns dargestellten Gefahr umzugehen.
      Was bleibt? „Hier wird zu viel geredet … Was kann Mutter tun??“
      Geduldig und wissend, dass klein X nicht auf Knopfdruck entsprechen kann, diesen Prozess begleiten. Alle Gefahren aus dem Weg schaffen, Steckdosenschutz, Kabel entfernen oder sichern, Zerbrechliches, Gefährliches, Teures, Pflanzen etc. „nach oben“ räumen, auf Tischdecken verzichten, Herdschutzgitter, Schubladen- und Fensterstopp montieren!
      Nicht von ungefähr sind Haushalte, in denen Kleinstbewohner ab klein X`s Alter hausen, selten gemütlich. Wenn klein X trotzdem eine Bühne bekommt und in Steckdosen-Aktion treten kann, weiterhin kongruent, ernst und liebevoll das „Nein“ pflegen, auch kindgerecht in aller Kürze erklären (im Wissen, dass wir darauf hinbauen, dass klein X es irgendwann einmal verstehen können wird und wir hier einen Prozess dorthin begleiten) notfalls mit klein X die Position wechseln (übrigens auch schon eine Folge, an der er langsam lernen kann, wenn ich am Kabel ziehe, kommt Mama – nimmt mich bestimmt und souverän aus der Situation – und das Spiel ist vorbei) und wissen: So mühsam das jetzt auch ist, es ist nur eine Zeit, es geht vorbei.
      Noch ein Tipp: Nicht über eine Dramatisierung der Situation in die gleiche Falle treten, wie eine total liebe Mama aus meinem Elterntraining: Ihr Zweijähriger war zuhause gefühlt permanent an den (gesicherten) Steckdosen. Aus Angst er könnt das auch bei Oma und Opa machen (ungesicherte Steckdosen) hat Mama immer ganz aufgewühlt darauf reagiert. Was kann es für einen intelligenten Zweijährigen Interessanteres geben, als mit einer Handbewegung (zur Steckdose weisend) Mamas schönste Aufmerksamkeitsreaktionen hervorzulocken (große Augen, sorgenvolle Stimme, Fokus voll und ganz bei klein Y – fast so schön wie beim gemeinsamen spielen). Nach dem anfänglichen Beispiel im Konzept Family Support (Verhalten differenzieren*) konnte sie dieses Verhalten (es konnte nichts passieren und der einzige Sinn dabei war, Mamas Aufmerksamkeit zu bekommen) zuordnen und hat es einen Nachmittag lang ignoriert (es konnte nichts passieren, Steckdosenschutz war montiert und sie hatte ihr Söhnchen im Augenwinkel), damit war die ganze Sache erledigt. War einfach zu fad für klein Y.
      Kann natürlich nur funktionieren, wenn das Bedürfnis hinter dem Steckdosengekrabbel im Erwecken von Mamas toller Schockreaktion liegt, nicht wenn es ums Explorieren, ums Entdecken der Welt geht – und dazu gehören Steckdosen für Neun-Monats-Knirpse mal einfach dazu.
      Alles Gute für euch. Durchhalten und genießen, ihr habt noch viel Anstrengung aber auch eine unübertreffbare schöne und magische Zeit vor euch <3

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