Schon Konfuzius meinte:

„Wenn du liebst, was du tust, wirst du nie wieder in deinem Leben arbeiten.“

Und genau das ist es, was ich mir für meine Kinder wünsche, dass sie als Erwachsene nicht ins „Burn-Out-Hamsterrad“ steigen und freudlos ihre Arbeit verrichten um letztlich ihren Frust und Lebenshunger mit Konsumgütern stillen zu müssen, für die sie dann noch einige Extrarunden im Hamsterrad drehen müssen. Sondern, dass sie in den Jahren ihrer Schulzeit angstfrei und neugierig entdecken dürfen, wo ihre Talente und Interessen liegen.

Wo entdecke ich ein Funkeln in den Augen meines Kindes?

  • Beim Umgang mit Zahlen und Regeln, dem Kniffeln und Lösen von Aufgaben? (Mathematik)
  • Oder der Malerei mit Wörtern, dem Schaffen bezaubernder Welten durch Ausdrucksfähigkeit? (Deutsch)
  • Vielleicht aber auch dem Umgang mit Farben und Werkstoffen, dem Erschaffen mit eigenen Händen? (Bildnerische-, Werkerziehung)
  • Womöglich auch dem eigenen Körpereinsatz mit all seinen Grenzen die da zum Austesten und Überschreiten einladen? (Turnunterricht)

Egal wohin es mein Kind zieht, wenn ich nicht vorwiegend darauf schiele, was gerade nicht so gut läuft, sondern meine Aufmerksamkeit auf das richte, wo seine Stärken liegen, unterstütze ich deren Wachstum. Leider erleben Kinder aber oft, dass ihre Stärken weniger wichtig sind, als die der Anderen und das die Aufmerksamkeit darauf liegt, was nicht so gut klappt. Auch hier wirkt die Aufmerksamkeit wie Dünger und wir helfen den vermeintlichen Defiziten zum Wachstum. Wenn ein Bub beispielsweise begeistert im Sportunterricht ist, warum sollte das weniger Wert sein als ein gutes Sprachgefühl oder der Umgang mit Zahlen? Sowas frustriert.

Gießkanne der Begeisterung

Wenn der allseits bekannte Hirnforscher Gerald Hüther von der „Gießkanne der Begeisterung“ spricht, meint er den biochemischen Cocktail an neuroplastischen Botenstoffen der im Gehirn ausgeschüttet wird, sobald wir uns begeistert für etwas interessieren. Dies bewirkt eine dichtere neuronale Vernetzung und Verschaltung im Gehirn und ist somit nichts anderes wie ein körperlich gewordener Lernprozess. Das genau ist der Grund, warum Einjährige laufen lernen. Sie denken nicht am Morgen: „Heute werde ich wieder ständig auf die Nase fallen, ich bleibe lieber liegen.“ Sie sind begeistert vom Laufen-Lernen und versuchen es immer wieder – bis die neuronalen Verschaltungen dazu geschaffen sind und Gehen und Laufen so nebenbei funktionieren. Die Natur ist clever, Dopamin & Co machen es möglich.

Dünger fürs Lernen

Begeisterung ist also der Dünger fürs Lernen und NICHT die Angst vor Versagen oder Strafen.
Aus der Bindungsforschung wissen wir, und das nicht seit gestern, dass Exploration nur bei guter Bindung erfolgt. Verständlicher könnten wir sagen „die Welt entdecken wir nur im angstfreien Zustand“. Wissenschaftliche Erkenntnisse zusammenfassend bedeutet das: Lernen geht nur mit Begeisterung und ohne Angst. Sehr glückliche Kinder haben Eltern und Lehrer die das wissen. Manche haben nur eines von beidem und richtig schlimm für Kinder ist es wenn Eltern und Lehrer dies nicht berücksichtigen.

Zum Beitrag: Ein guter Start in die Schule

Veranstaltungsüberblick

Das zeichnet die "wirklich Großen" von Virginia Satir bis Carl Rogers aus und das ist auch ein bedeutsamer Aspekt "…

Gepostet von Blickpunkt Erziehung am Freitag, 21. September 2018

Aus den kindlichen Funken der Begeisterung ein wärmendes Lebensfeuer machen <3http://www.blickpunkt-erziehung.at/das-kind-in-seinen-talenten-und-interessen-staerken/

Gepostet von Blickpunkt Erziehung am Mittwoch, 28. März 2018

Lebenshunger

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